Kreuz und quer im Dorf

Wir kommen in Miszla aus der Richtung von Gyönk an. Wir können erstens das volkstümliche Denkmal – Wohnhaus in der Bikádi Straße 83 besichtigen. Der Grundriss des in der Mitte des 19. Jahrhunderts gebauten Hauses ist rechteckig, es hat Wellerwände, Dachstroh, Muldendach, der Giebel und die Säulenfassade gehen auf die Straße. Innen kann man gerammter Fußboden aus Erde und Holzdecke mit Beschlag sehen. Beim Ende des Grundes finden wir einen Keller mit Gewölbe, der in den Erdboden gegrabt ist.

Wenn wir auf der Bikádi Straße heruntergehen, kommen wir auf den Hauptplatz des Dorfes an. Das Steinkreuz, das bei der Kreuzung drei Straßen steht, wurde 1897 durch die Gesellschaft Mária stellen lassen. Auf dem Kreuz ist der Gekreuzigte Christus sehbar, unter ihm eine Marienskulptur.

Wenn wir weitergehen, können wir eine wildromantische Holzbrücke über den Báni-Bach finden, der das Dorf durchschneidet und eine in der Nähe stehende kleine evangelische Kirche, die 1953 gebaut wurde.

Unsere nächste Station auf der Hauptstraße heruntergehend ist die reformierte Kirche und das Pfarrhaus, die mit Wänden umgekreist sind. Die Kirche, die ein Seitenschiff hat, wurde im Spätbarokkstil mit Walmdach gebaut. Sie wurde 1791 geweiht. Innen können wir Flachdach mit Stuckzierrat und Holzemporen in beiden Enden des Seitenschiffs sehen. Die Einrichtung stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. Die Orgel ist von Sándor Országh 1869 gemacht worden. Es ist ein Steinturm 1808 vor der Kirche gebaut worden. Wir können das Datum 1870 an der Turmhaube sehen, das den damaligen Umbau des Turmes, des Dachs und der Wölbung zeigt. Das rechteckige Pfarrhaus mit Walmdach wurde gleichzeitig mit der Kirche gebaut. In der Mitte der Gartenfassade ist der Eingang, dessen Schmuck der Portikus mit Pfeilen, Brustwehr und Walmdach ist. Die Gebäuden stehen unter Denkmalschutz.

Die in der Nähe stehende römisch-katholische Barockkirche, die für die Ehre der Trinität gebaut wurde, ist auch ein Denkmal. Die Ostseite des Seitenschiffes und das Heiligtum stammen aus dem Mittelalter, sie sind angenommen die Reste der hier gestandene alte Kirche, deren Knochenkammer die Archeologe 1995 gefunden haben. Diese alte Kirche wurde 1754 mit der Unterstützung des ehemaligen Grundherrs von Miszla, Sándor Nemeskéri Kiss renoviert, erweitert und erhöht. Auf der Südseite der Kirche steht ein Oratorium, auf der Nordseite eine Sakristei, beide mit Walmdach. In der Wand des Oratoriums hinter den roten Marmorgrabsteinen wurden János Nemeskéri Kiss (1808) und seine Frau, Jozefa Forintosházy Forintos (1829) beerdigt. Das Seitenschiff hat eine Wölbung mit tschechischer Kappe, das Heiligtum hat eine Halbkuppel und fächeriges Tonnengewölbe. Unter dem Turm können wir eine ins Seitenschiff gehende, gemauerte Emporenorgel sehen. Die Orgel wurde 1901 von den Gebrüder Rieger gefertigt. Der Taufbrunnen ist am Ende des 18. Jahrhunderts im Zopfstil gebaut.

Die Sankt Florian Skulptur, die im Kirchengarten steht, wurde 1810 im Spätbarockstil erbaut, die Sankt  Vendel Skulptur wurde 1913 von Mihály Fazekas und Julianna Barna aus Miszla gestellt. Auf der Statue der Trinität, die in der Nähe steht, ist die Jahreszahl 1799 sehbar.

Bald kommen wir zum Ende des Dorfes. Es lohnt sich beim Haus Fő utca 17 anzuhalten, in dessen Garten ein Kreuz stattfindet. Es gibt zwei Geschichten über seine Herkunft unter den Ländlern. Eine sagt, dass es die Dorfgrenze im 19. Jh. zeigte und man stellte es um “das Böse”, die Pest, die Krankheit wegzuhalten. Die andere Geschichte sagt, dass ein junger Mann im 20. Jh. hier getötet wurde und seine Familie hat es für sein Gedenken gestellt. Man nennt es “Brandt Kreuz” im Dorf, weil ein Mann mit dem Name Brandt jemals hier wohnte.

Zurück in der Richtung des Dorfes können wir das Gesamtgebäude der Kurie besichtigen, wo die einstigen Adelsfamilien Nemeskéri Kiss und Inkey wohnten. Das Gebäude steht gerade unter Renovierung. Auf der Ostseite der Kurie werden Gästezimmer eingerichtet.

Wenn wir zurück auf der Kis Straße spazieren, können wir ein wertvolles Denkmal der Volksarchitektur, das Wohnhaus mit Holzgiebel und Dachstroh finden. Es lohnt sich die Erinnerung der Bauarbeit noch beobachten: an die Erdewand gegrabte Küche, die sog. Garküche und an die Erdewand gegrabter Keller ist noch bei vielen Häusern auffindbar.

In der Nähe auf der Liba Platz steht die Skulptur von Johannes Nepomuk in der Richtung des Baches. Auf dem Fundament können wir das Datum 1794 sehen. Etwas weiter, vor dem Friedhof finden wir Hősliget, in dem ein Ehrenmal steht, auf dem die Namen der im Zweiten Weltkrieg gestorbenen Soldaten sind. Die letzte Sehenswürdigkeit im Dorf ist die Kurie, die die Einwohner nur als “oberes Schloss” nennen, die früher zu der Familie Nemeskéri Kiss, später zu der Familie Inkey gehörte. Das Gebäude ist jetzt unter Renovierung. Ein Teil des Gesamtgebäudes ist eine originelle Kornkammer, die 1820 gebaut wurde. Wir sind zum Ende unser Tour gekommen, gehen wir ins Zentrum des Dorfes zurück.

 

 

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